Mittwoch, 15. September 2010

Erdlinge - Audiodokumentation

Im Jahre 2008 habe ich zusammen mit einem Bekannten die Audioversion von "Earthlings" auf deutsch produziert. Ideal für im Auto hören oder einfach im MP3-Player für unterwegs.

Die Doku ist bisher in unter meinem 'Six Months Off' Blog erschienen, passt aber hier in den Tierethik Blogger doch besser.

Kann online angehört oder als MP3 Files heruntergeladen werden

Hier der Link:
Erdlinge – Audiodokumentation Teil 1
Erdlinge – Audiodokumentation Teil 2



Sonntag, 12. September 2010

9. Argument: Ich allein kann doch nichts bewirken


Behauptungen: 

Ich alleine kann doch auch keine Tiere retten / Wenn nur ich mich vegan / vegetarisch ernähre, kann ich auch nichts verändern

Gegenargument: 

Oh doch, das kannst du! Ein Beispiel: Der typische Amerikaner hat bis zu seinem 72. Lebensjahr ungefähr 11 Rinder, 3 Lämmer und Schafe, 23 Schweine, 45 Truthähne, 1100 Hühner und 862 Pfund Fisch gegessen (Der Durchschnittsbrite ißt im Laufe seines Lebens 36 Schweine, 36 Schafe, 8 Rinder und 550 Vögel auf). Selbst wenn die Deutschen mittlerweile garantiert weniger Fleisch essen, ein paar Tiere weniger würden garantiert geschlachtet werden müssen. Sicher hast du auch schon mal zu Weihnachten eine Gans gehabt. Wenn alle Familienmitglieder diese eine Mahlzeit auf die Gans verzichten würden, würde eine Gans weniger geschlachtet werden.

Donnerstag, 9. September 2010

Handelsblatt: Die grausamen Methoden der Fleischindustrie

Ein ausführlicher und sachlicher Artikel im Handelsblatt, den jeder Fleischesser lesen sollte, wenn er schon nicht Jonathan Safran Foer's "Tiere Essen" zu lesen getraut.

Auch interessant für die "Ich esse ja Bio" Rechtfertiger:
"Bioprodukte zu essen sei laut Foer zwar besser als das billigste Produkt zu kaufen, aber noch längst keine Sicherheit, dass die Tiere nicht ähnlich gequält wurden, spätestens im Schlachthof."

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/foers-buch-tiere-essen-die-grausamen-methoden-der-fleischindustrie;2649638;0

Bilderserie von Thomas Ausili: The Hidden Death

Mittwoch, 8. September 2010

Hagen Rether über den Klimawandel - must see! :-)


Mal wieder ein echter Hagen Rether !! :-) Immer wieder erstaunlich, wie er solche Themen ganz unverblümt in sein Programm einbaut und wie die Leute reagieren (die ja wohl selbst betroffen sind).

Sonntag, 5. September 2010

8. Argument: Ich allein kann doch ohnehin nichts verändern

Behauptung: 

Ich alleine kann doch ohnehin nichts bewirken, auf mich kommt es ja gar nicht an. Wenn ich nun aufhören würde, Fleisch zu essen, so fiele das angesichts der vielen Menschen, die weiter Fleisch essen, gar nicht ins Gewicht. Deshalb hätte es überhaupt keinen Sinn, wenn ich jetzt Vegetarier würde.

Gegenargument: 

8.1 Diese Argumentation ist vom moralischen Standpunkt aus betrachtet ziemlich eigenartig. Das sieht man sofort, wenn man sich einen ganz analogen Sachverhalt vergegenwärtigt: Jeden Tag werden auf der Welt Tausende von Menschen umgebracht und jeden Tag verhungern auf der Welt Tausende von Menschen. Es fiele also auch überhaupt nicht ins Gewicht, wenn ich auch noch jemanden umbringen würde. Dennoch kenne ich niemanden, der so argumentieren würde, um einen Mord zu rechtfertigen.

8.2 Die Fleischindustrie ist nicht der einzige Bereich, in dem Dinge, die wir verurteilen, passieren, ohne dass wir sie durch unser Handeln unmittelbar entscheidend beeinflussen können. Man denke etwa an das Wettrüsten. Was haben wir dagegen gemacht? Wir haben dagegen demonstriert!

Mittwoch, 1. September 2010

7. Argument: Tiere fressen einander auch...

Behauptung: 

Weil Tiere sich gegenseitig fressen, dürfen wir auch Tiere essen. In der ganzen Natur herrscht das Recht des Stärkeren, und wir

sind doch auch ein Teil der Natur. Und da wir nun einmal stärker sind als die Tiere, ist es ganz natürlich und deshalb auch moralisch in Ordnung, wenn wir Tiere essen.

Gegenargument:

7.1 Zunächst ist an dieser Argumentation interessant, dass gerade diejenigen, die ansonsten immer die Sonderstellung des Menschen betonen («Krone der Schöpfung», «Gottebenbildlichkeit», «Vernunftbegabtheit» usw.), also die Unähnlichkeit mit dem Tier, hier auf einmal mit einer angeblichen Ähnlichkeit mit dem Tier argumentieren: Wir sind im Grunde auch Tiere, und Tiere fressen einander nun einmal.

Aber ausgerechnet hier, in bezug auf das Fleischessen, gibt es zwischen Mensch und Tier keine Ähnlichkeit: Tiere (genauer: die fleischfressenden Tiere!) müssen Fleisch essen, Menschen nicht. Der Mensch hat eine Entscheidungsmöglichkeit, das Tier nicht. Der Mensch kann moralisch handeln, das Tier nicht: «Tiere können nichts, was sie nicht dürfen, aber der Mensch kann eine Menge Dinge tun, die er nicht darf» (Konrad Lorenz). Kurz: Tiere können nicht unsere moralischen Vorbilder sein, weil Tiere nicht moralisch handeln können.

Freitag, 27. August 2010

6. Argument: Die Tiere werden human getötet. Kurz und schmerzlos

Behauptung: 

Die Tiere werden human getötet. Kurz und schmerzlos

Gegenargument: 

Wieso müssen dann viele Kühe mit Elektroschocks zur Schlachtung getrieben werden, wenn diese Prozedur schmerzlos wäre? Glaubst du ernsthaft, daß Tiere keinen Schmerz spüren, wenn sie getötet werden? Wie erklärst Du Dir dann die Todesschreie? Soll das ein Halleluja sein? Und selbst falls der Schlachtakt relativ kurz sein sollte, was auch nicht immer der Fall ist, folgt danach immer noch der Tod. Wenn du wählen könntest zwischen einem kurzen "schmerzlosen" Tod und dem Leben, was würdest du nehmen? Ein Schlachter, der einsah, daß Tiere doch Schmerzen empfinden, benutzte einen anderen Argumentationsansatz: "Weshalb soll die Fähigkeit, Schmerzen empfinden zu können, Wesen in eine höher zu bewertende Stellung befördern? Ich glaube, daß diese Fähigkeit von der Evolution nur aus pragmatischen Gründen etabliert wurde." Das heißt für ihn, egal ob Schmerz oder nicht, getötet wird trotzdem.